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Mag. Christian Fehr, ifs Patientenanwaltschaft

Zwangsmaßnahmen bei psychisch kranken Menschen

Röthis, den 3. August 2009

Die ifs Patientenanwaltschaft setzt sich für die Rechte von zwangsweise untergebrachen PatientInnen ein. „Der besondere Schutz der Persönlichkeitsrechte sowie die Achtung und Wahrung der Würde sind gerade bei Zwangseinweisungen und Zwangsmaßnahmen in psychiatrischen Krankenhäusern von besonderer Wichtigkeit“, so Mag. Christian Fehr, Leiter der ifs Patientenanwaltschaft.


Grundsätzlich dürfen PatientInnen nur mit ihrer Zustimmung und unter Wahrung ihrer Persönlichkeits- und Freiheitsrechte in einem Krankenhaus behandelt werden. Eine Ausnahme bilden psychiatrische Krankenhäuser. Hier können PatientInnen unter bestimmten Umständen auch ohne ihre Zustimmung aufgenommen und behandelt werden, wenn es dem Schutz der eigenen oder von fremden Person dient. In dieser Zwangssituation, in welcher viele PatientInnen nicht mehr in der Lage sind ihre Rechte selbst zu vertreten, stehen ihnen die ifs PatientenanwältInnen zur Seite.


„Wird die ifs Patientenanwaltschaft von einer Freiheitseinschränkung verständigt, suchen wir die Patientin bzw. Patient so rasch wie möglich auf und versuchen uns vor Ort ein konkretes Bild von der Zwangssituationen zu machen“,  berichtet Christian Fehr. „Oftmals gelingt es in  Gesprächen mit den PatientInnen, dem Pflegepersonal und den behandelnden ÄrztInnen, eine weniger einschränkende oder von der PatientIn eher akzeptierte Behandlungsanordnung zu erreichen." Neben dieser vermittelnden Tätigkeit stellt aber auch die parteiliche Vertretung der Interessen und Rechte der PatientInnen anlässlich der Überprüfung der Zwangsmaßnahmen in einem gerichtlichen Verfahren eine wichtige Intervention der PatientenanwältInnen dar. Die Tätigkeit der ifs Patientenanwaltschaft umfasst schließlich auch die Beratung und Vertretung von PatientInnen, die auf freiwilliger Basis im LKH-Rankweil behandelt werden.


Im Jahr 2008 wurden über 1000 PatientInnen von der ifs Patientenanwaltschaft im Unterbringungsverfahren vertreten. Hinzu kamen 265 Beratungen nichtuntergebrachter Personen. Der Trend zu kurzfristigen Unterbringungen hat sich im letzten Jahr weiter fortgesetzt. Bei fast einem Drittel der PatientInnen konnte die Unterbringung nach längstens vier Tagen wieder aufgehoben werden. Dies verdeutlicht, dass das LKH-Rankweil immer öfter zur Krisenintervention in Anspruch genommen wird.

 


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Fact-Box

Kontakt und Informationen:

ifs Patientenanwaltschaft
  
Leitung: Mag. Christian Fehr
Valdunastraße 16
A 6830 Rankweil

Tel.:
05522/403-4040
» E-Mail.


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