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Stellungnahme der Vorarlberger Jugendwohlfahrtseinrichtungen

Intensive Bemühungen um eine sinnvolle Entwicklung der Jugendwohlfahrt in Vorarlberg

Röthis, den 26. November 2009


Die führenden privaten Jugendwohlfahrtseinrichtungen des Landes Vorarlberger Kinderdorf, Institut für Sozialdienste, SOS Kinderdorf und Stiftung Jupident nehmen die derzeitige öffentliche Debatte um die Jugendwohlfahrt zum Anlass, einige Dinge aus deren Perspektive klarzustellen.


Die österreichische und damit auch die Vorarlberger Jugendwohlfahrt befinden sich in einem kontinuierlichen Prozess der Umgestaltung und Weiterentwicklung. Vorarlberg kommt in der Jugendwohlfahrt  insofern eine österreichweite Vorreiterrolle zu, als die Betreuungsaktivitäten in den belasteten Familien und die Unterbringung von Kindern praktisch vollständig an  freie Träger ausgelagert sind. Dieser Weg hat sich in den vergangenen 30 Jahren bewährt und ist modellhaft. 


Allerdings spüren wir gerade in der Verantwortung für Kinder, für die Schwachen in einer Gesellschaft,  die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Diese führen zu einer verstärkten Gefährdung von Kindern und  in der Folge zu einer erhöhten Anzahl von Meldungen bei den Behörden. Dies führt dann wiederum zu vermehrten Betreuungsaufträgen an die sozialen Einrichtungen. Insgesamt eine Entwicklung, die im Sinne des Kindeswohles richtig ist, aber das System Jugendwohlfahrt aufs höchste herausfordert. 


In der kleinen Region Vorarlberg wird versucht, rasch und kompetent abzuklären und durch ein möglichst breites und differenziertes Spektrum an Betreuungsangeboten den Bedarfen gerecht zu werden. Trotzdem gibt es immer wieder vereinzelt Kapazitätsengpässe und  gelegentlich einzelne spezielle Angebote, die fehlen. 
 

Steuerungsgremium aktiv

Aufgrund dieser Situation wurde vom Land Vorarlberg die Kooperation und Steuerung des gesamten Systems  in den vergangenen Jahren verstärkt. In einem Steuerungsgremium sind neben der zuständigen Landesrätin Greti Schmid und dem Abteilungsleiter für Jugendwohlfahrt im Amt der Vlbg. Landesregierung auch die Verantwortlichen aus den Jugendwohlfahrts-Einrichtungen und der Kinder- und Jugendanwalt vertreten.  Hier wird versucht, auf die aktuellen Probleme rasch zu reagieren, die einzelnen Angebote und Erfahrungen bestmöglich aufeinander abzustimmen  und auch die strategischen Zukunftsfragen zu diskutieren und zu behandeln.

Dr. Christoph Hackspiel (Vlbg. Kinderdorf), Dr. Stefan Allgäuer (ifs Vorarlberg), Dr. Sabine Juffinger (SOS-Kinderdorf) und M.Sc. Manfred Ganahl (Stiftung Jupident) betonen, dass das System als Ganzes differenziert, qualifiziert und mit den hoch engagierten MitarbeiterInnen ausgesprochen effizient funktioniert. Veränderungsnotwendigkeiten und Kapazitätsengpässe  werden beobachtet und die entsprechenden Maßnahmen werden ausgearbeitet.

Die oben erwähnten Sozialeinrichtungen haben die Zusicherung von Seiten der Landesregierung, dass die notwendigen Mittel auch in Zukunft zur Verfügung gestellt werden. Dabei wird in den nächsten Monaten insbesondere der gemeinsamen Entwicklung präventiver Angebote ein verstärktes Augenmerk geschenkt werden.

 


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