Die geflügelten Worte, dass man
nicht nicht kommunizieren kann, sind wohl vielen bekannt. Sie besagen, dass
durch jedes Tun, auch das Nicht-Tun, eine Botschaft ausgesendet wird.
Ausgehend von dieser Botschaft kann eine Beziehung zwischen zwei Menschen
entstehen oder auch nicht. Worte können auf dieselbe Weise wirken und dazu
dienen, Brücken zu schlagen oder, im Gegenteil, Menschen voneinander zu
entfernen.
Zwei Worte veranschaulichen dies recht gut. Das Wörtchen ABER schafft in
vielen Fällen Distanz. "In Ordnung, ABER wie sieht es aus, wenn...?" Mit
diesem kleinen Wort wird eine Trennlinie gezogen. Das Nachfolgende wird als
konträr zum Vorherigen dargestellt. Distanz wird geschaffen.
Gebraucht man das Wort UND, so passiert etwas Anderes. "In Ordnung, UND wie
sieht es aus, wenn ....?" Hier wird der Beitrag der anderen Person durch
eine weitere Überlegung ergänzt, wodurch eine Verbindung entsteht. Heftige
Verteidigungsreden werden so oft im Vorhinein unnötig gemacht.
Somit lade ich zu einem kleinen Selbstversuch ein, in nächster Zeit das Wort
ABER bewusst durch ein UND zu ersetzen. Und sei es nur darum, weil es Spaß
macht und der eigene Sprachgebrauch wieder einmal ins Bewusstsein rückt.
PS: ABER gesagt werden muss es doch: Dem ABER sei hiermit nicht seine
Wichtigkeit abgesprochen, denn manchmal muss es einfach ein ABER sein. |
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