Ein Jugendlicher, der bei mir
in Therapie war, brachte es auf den Punkt: "Wenn ich täglich nicht
mindestens eine Stunde ganz alleine für mich habe, geht's mit schlecht."
Auf meine Frage, was er denn in dieser Stunde "mache", antwortete er
lächelnd: "Nichts. Gar nichts. Herumhängen, faulenzen, Musik hören.
Irgendetwas."
Aus diesem Nichts heraus kommt das Leben wieder ins Spiel. Das was wir
wirklich wollen. Das, was wir eigentlich sind.
Es gibt noch andere Wege der Entschleunigung: Plötzlich die Landschaft, die
wunderbaren Berge, wieder entdecken. Mit dem Zug fahren und in Gedanken
versinken. Das Handy ausschalten und nicht erreichbar sein. Den PC nur noch
gezielt einschalten und sich von elektronischen Müll nicht meschugge machen
lassen.
Sein lassen. Das Leben empfinden. Bei sich sein. |
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Dieser Tipp kommt von:
Dr. phil. Günther Rösel
Psychoanalytiker, Psychotherapeut
05572 / 21331
roesel.guenther@ifs.at
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