Lt. Lutz Jäncke von der Universität Zürich ist es ein leichtes, sich Teile
des Gehirns weg zu trainieren. Beim Gamen werde das Stirnhirn - das ist der
vordere Hirnteil über den Augen - ausgeschaltet und so trainiere man es
praktisch weg. Dabei sollte man Umgekehrtes tun, dieses nämlich extra gut
trainieren.
Das Stirnhirn ist für viele Berufe und für das Leben allgemein ungeheuer
wichtig, da es die Funktionen Motivation,
Aufmerksamkeitskontrolle, Selbstkontrolle,
Disziplin und selbständiges Planen lenkt.
Unser Gehirn funktioniert nach dem Prinzip: "Use it or loose it"
übersetzt "Nutze es oder verliere es."
"Wenn das Gehirn nichts zu tun hat, schrumpft es, stirbt es langsam vor sich
hin.", warnt der Hirnforscher. Ähnliches geschähe Menschen, die stundenlang
fernsehen. Zusätzlich habe man Zeit verloren, statt dessen könne man Musik
machen oder FreundInnen treffen oder lesen.
Gerade Lesen nimmt auch einen sehr guten Platz auf der Rangliste pro Hirn
ein. Denn wer liest, entspannt nicht nur, sondern wer liest, fördert auch
die Konzentration und die kognitiven Fähigkeiten wie Erinnern, Lernen,
Denken, etc.
Man müsse dem Gehirn immer gute Angebote machen, damit es genug zu tun habe.
Wer Musik mache, habe mehr vom Hirn. Kinder, die musizieren, können sich
mehr Wörter merken. Auch ihr Sprachverständnis ist besser. Gemäß einer
kanadischen Studie ist der IQ von Kindern, die ein Jahr Musikunterricht
gehabt hätten, um 7 Punkte höher. Jäncke meint dazu: "Das ist wohl kein
riesiger Effekt, doch er ist da."
Immer gleiche Verhaltensweisen, automatisierte Tätigkeiten, Gewohnheiten, das
ewig Selbe. All dies schläfert das Gehirn ein. Die grauen Zellen kommen
nicht auf Touren, das Gehirn wird starr und steif. Besser sollte man
Beziehungen pflegen, Freundlnnen treffen, sich austauschen, gemeinsame
Unternehmungen planen und durchführen oder zusammen Sport treiben; alles
Möglichkeiten, um die grauen Zellen auf Trab zu halten. Und diese Dinge
fördern zudem die Selbstwirksamkeit, welche wiederum zu Zufriedenheit und
Charisma führt. |
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