Lebensübergänge stellen uns vor besondere Herausforderungen. Es gibt
einerseits "natürliche" Lebensübergänge, von denen in der Regel alle
früher
oder später betroffen sind. Das sind z.B. der Eintritt ins Berufsleben, der
Beginn der Partnerschaft, der Auszug der eigenen Kinder oder der
Pensionsantritt. Manchmal gibt es aber auch Veränderungen, die nicht
vorhersehbar sind; zumindest nicht zu dem Zeitpunkt, an dem sie geschehen,
wie z.B. eine schwere Krankheit oder der Tod einer nahestehenden Person.
In solchen Zeiten ist es hilfreich, wenn man sich bewusst macht, dass sich
nur ein Teil der Lebensumstände verändert, aber nicht alles. Wenn man sich
auf Bestehendes, wie z.B. vertraute Menschen, eine gewohnte Umgebung oder
eine liebgewonnene Beschäftigung, beziehen kann und sich dabei vor Augen
hält, dass es möglich sein wird, sich auf die neue Situation einzulassen,
sich neu "niederzulassen", fällt Veränderung leichter.
Lebensübergänge sind auch Chancen für Neues. Sie bieten die Möglichkeit, dem
Leben eine neue Richtung zu geben oder andere Schwerpunkte zu setzen. Was
will ich vom Leben? Was will das Leben von mir? Wofür brennt mein Herz? Aus
der Beschäftigung mit diesen Fragen können Visionen und neue Lebensziele
entstehen. |
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