Seit einiger Zeit wird das
besondere Talent von Frauen zum Multitasking (gleichzeitig kochen,
telefonieren und Hausaufgaben überwachen zu können) beschrieben und gelobt.
Es ist fast schon zu einer besonders gefragten Qualifikation im Job
geworden, um die uns die Männer beneiden - denn die machen lieber eins nach
dem anderen.
Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen diese Euphorie nicht: Das
Gefühl, Verschiedenes zur selben Zeit erledigen zu können, ist eine
Täuschung, Multitasking - im Sinne von Wahrnehmen, Durchdenken,
bewusste Entscheidungen treffen - gibt es nicht. Wir können zwar parallel
verschiedene Reize aufnehmen, aber unser Gehirn ist nicht dazu in der Lage,
auf mehrere Dinge gleichzeitig zu reagieren. In Wahrheit rasen unsere
Gedanken und unsere Aufmerksamkeit von einer Aufgabe zu nächsten, es kann
immer nur ein Sachverhalt im Zentrum des Bewusstseins stehen und
"bearbeitet" werden. Man hat Probanden verschiedene Aufgaben parallel lösen
lassen, das Fazit ist ernüchternd:
Insgesamt schafft das Gehirn nicht einmal die Hälfte der Leistung, die es
erbringen würde, wenn man sich durchgehend mit einer Sache beschäftigen
würde. Die Fehlerquote ist höher und der Zeitaufwand insgesamt ist größer.
Multitasking, das dauernde Umschalten zwischen vielen Aufgaben führt
außerdem zu Stress und körperlichen Symptomen, wie z.B. Herz- und
Magenbeschwerden.
Für ein effizientes Arbeiten - so die Empfehlung der Wissenschaftler -
sollte man damit anfangen zu lernen, die Dinge nacheinander zu tun.
Multitasking-Meisterin zu werden - leider doch nicht so erstrebenswert!
Irgendwie schade - aber irgendwie auch beruhigend - und geahnt haben wir
Frauen es auch schon irgendwie ... |
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Dieser Tipp kommt von:
Carla Rudigier
Diplomsozialpädagogin
05552 / 62303-0
rudigier.carla@ifs.at
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