#80 
  Mensch! Ärgere mich nicht!
oder
Sind Sie auch schon über sich gestolpert?
 

Wer kennt sie nicht, die kleinen unscheinbaren Situationen, die in uns etwas auslösen, das wir mit Ärger, Groll, Unzufriedenheit bezeichnen. Die einen sind schnell ärgerlich, unleidlich etc., andere scheren sich, äußerlich gesehen um fast nichts, wieder andere bleiben tatsächlich gelassen.

Ärger ist wie eine Einstellung auf dem Wetterhäuschen: Unzufriedenheit eine erste Warnung, im Sinne von "Schau! Hör genau! Was brauchst du,? Was will der /die andere und willst du das auch?". Die andere Seite auf dem Häuschen ist: Versuchen zu verstehen, liebevoll und freundlich mit sich selber und anderen zu sein.

Ignorieren wir diese kleinen Warnungen im Vorfeld, sammeln sich Partikel davon unablässig  und wir fügen sie unserem inneren Depot bei. Tun wir zu lange Dinge, die uns nicht genug behagen, zu denen wir nicht wirklich stehen können, sammeln wir sie ebenfalls in diesem Topf.

Was können wir tun?

Täglich „Topfputzete“  machen: Was war? Was lief gut? Wo war ich unzufrieden? Was hätte ich sagen, tun, anders machen können? Wie habe ich mich gefühlt? Was dachte ich- Was sagte ich, sagte ich nicht?

Formulieren, was ich will, nicht will Wie will ich meine Arbeit tun, mein Leben gestalten? Was davon müssen meine KollegInnen, meine Verwandten und FreundInnen von mir wissen, damit ich mich verstanden fühlen kann. Was will ich von anderen? Was wünsche ich mir von anderen? Wie kann ich es ausdrücken? Wie habe ich mich gefühlt? Was dachte ich? - Was sagte ich?

Was kann ich tun: Neben  Ich-Botschaften ist Sachlichkeit hilfreich in der Lösung von kleineren und größeren Ärgernissen. Nachfragen ist hier eine sehr wichtige Sache, da der/ die andere einen in der Regel gar nicht ärgern will, sondern eigene Bedürfnisse, Wünsche , Befindlichkeiten nicht ausdrücken kann, oder Dinge voraussetzt, über die nicht gesprochen wurde. Klärung des Kontexts (Geschehnis, innere  und  äußere Situation) Wie geht es mir gerade? Wie ging es mir davor, war der Topf schon voll?

Was, wer, warum, wo, wie viel. wann  etc. sind Fragewörter, die helfen zur Sachlichkeit zu finden.
Dieser Tipp kommt von:


 

Christine Greusing-Neyer
Sozialpädagogin
05572/21331-0
greusing-neyer.christine@ifs.at

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