Seit vielen Jahren trägt die
Arbeitswelt dazu bei, die Männer aus der Familie zu entfernen. Dem möchte
ich nicht eine Work-Life-Balance entgegenhalten. Vielmehr plädiere ich für
eine Balance unterschiedlicher Lebenswelten zu einem möglichst harmonischen
Ganzen, also zu einer Life-Balance.
Arbeit ist all das, was ich als Vater und Mann im Leben leiste:
Erwerbsarbeit, Arbeit in meiner Familie und meinem Haushalt. Arbeit, die
nicht auf Profit ausgerichtet ist (der 3. Sektor) und natürlich auch Arbeit
an mir selbst.
In dieser Sichtweise liegt für mich auch die große Chance. Denn die
Sichtweise der Life-Balance (und nicht der versuchten Vereinbarkeit von
Beruf und Familie) schließt gleichzeitig mit ein, dass ich für mich ein
möglichst maßgeschneidertes Konzept entwickeln muss. Dazu bedarf es des
Mutes, alles in Frage zu stellen und im Dialog mit der Partnerin Raum für
die Entstehung von etwas Neuem zu geben, das dann entsprechend tragfähig
ist.
Bei diesen Überlegungen können folgende Dinge hilfreich sein:
- Sich der eigenen Stärken bewusst werden. Väter/Männer geben Kindern
eine Qualität, die anders ist als die der Mütter.
- Das väterliche Element ist ein wichtiger Beitrag zur gesunden Entwicklung
des Kindes.
- Bewusste Entscheidungen bedürfen eines entsprechenden Prozesses.
- Abwägen der unterschiedlichen Bedürfnisse (auch diejenigen der Partnerin)
und sozialen Ressourcen im Umfeld (beispielsweise Großeltern, Nachbarn,
Freunde etc.).
Lasst euch nicht entmutigen, die eine oder andere Veränderung ausdauernd zu
erreichen. Ihr werdet sehen: Mit kleinen Schritten habt ihr Erfolg.
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Dieser Tipp kommt von:
Dr. Karl Stürz
Pädagoge
05523/52176
stuerz.karl@ifs.at
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