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  Ein Lob der Langeweile  
In Zeiten der Wirtschaftskrise über Langeweile zu schreiben, mutet vielleicht etwas seltsam an. Langweilig ist doch nur jemandem, der nichts zu tun hat. Und wer nichts zu tun hat, wird nicht gebraucht, hat keinen Wert.
Wer eine Aufgabe hat, dem ist nicht langweilig, der wartet höchstens auf die nächste Tat, das nächste Ziel.

Wir leben heute extrem viel schneller als noch vor 30 Jahren. Jede E-Mail muss sofort beantwortet werden. Jeder Handyanruf verlangt an jedem Ort nach einem Rückruf. Entscheidungen werden viel schneller erwartet, weil wir kaum mehr auf Informationen warten müssen. "Langeweile" hat da keinen Platz. Es erzeugt höchstens ein schlechtes Gewissen.

Doch was heißt eigentlich "Langeweile haben"?
Einerseits verbinden wir damit, nicht ausgelastet zu sein, mit sich selbst nichts anfangen zu können. Andererseits ist es auch ein Zustand des Losgelöstseins von Problemen und Aufgaben. Dem Hirn eine Pause zu gönnen und einmal tief durchzuatmen. Plötzlich tun sich größere Zusammenhänge auf, kommt ein anderer Blickwinkel ins Spiel.

Und - entstehen nicht gerade im Zustand der "Langeweile" die besten Ideen? Gönnen wir uns doch mal den Luxus und lüften unser Gehirn aus. Sie werden staunen, was da alles zum Vorschein kommt! So nach dem Motto: "Stresst du noch langweilst du dich schon?"
Dieser Tipp kommt von:



Marlies Vith

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