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  Unterschiedlich gleich  
Im Rahmen einer marktwirtschaftlich bestimmten Ethik, welche den Wert des Menschen vor allem nach seinem Nutzen bestimmt, scheint der zwischenmenschliche Umgang zu leiden. Menschen werden in hohem Maße nach dem von ihnen produzierten Output, wie beruflicher Erfolg oder gutes Aussehen, bewertet. Was dabei oft verloren geht, ist der Mensch an sich, dessen Wesen, Eigen- und Besonderheit.

"Ich sitze zwar im Rollstuhl, aber ich bin ein Jugendlicher mit den gleichen Interessen, wie jeder andere auch. Die oftmalige herablassende Haltung der Gesellschaft verletzt mich persönlich sehr. Ich möchte als jener Mensch wahrgenommen werden, der ich bin und zwar als Ganzes und nicht nur auf meine Behinderung reduziert." (Zitat eines IfS-Klienten)

Es ist nicht entscheidend, ob jemand klein oder groß ist, gehen kann oder im Rollstuhl sitzt. Entscheidend ist, welche Rolle ihm von der Gesellschaft zugewiesen wird. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, wie es Unterschiede zwischen Menschen überhaupt gibt. Es geht nicht darum, dass Behinderte nichtbehinderten Menschen begegnen, sondern, dass Menschen Menschen begegnen. Versuchen sie ein wenig spontaner und offener für die Begegnung mit ihren Mitmenschen zu sein. Erfüllte Begegnung hängt nicht von funktionierenden Beinen oder Genen ab, erfüllte Begegnung geschieht stets auf einer seelischen Ebene.

"Es gibt nur einen wirklichen Reichtum: Die menschlichen Beziehungen."
 (Antoine de Saint-Exupéry)
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Tanja Moser

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Mit 85 tritt der Tipp der Woche den Ruhestand an. Aufgrund verschiedener interner Umstellungen stellt das IfS den Tipp der Woche mit dieser Ausgabe ein. Wir bedanken uns bei allen LeserInnen für das entgegengebrachte Interesse und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute!
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