Im Rahmen einer
marktwirtschaftlich bestimmten Ethik, welche den Wert des Menschen vor allem
nach seinem Nutzen bestimmt, scheint der zwischenmenschliche Umgang zu
leiden. Menschen werden in hohem Maße nach dem von ihnen produzierten
Output, wie beruflicher Erfolg oder gutes Aussehen, bewertet. Was dabei oft
verloren geht, ist der Mensch an sich, dessen Wesen, Eigen- und
Besonderheit.
"Ich sitze zwar im Rollstuhl, aber ich bin ein Jugendlicher mit den
gleichen Interessen, wie jeder andere auch. Die oftmalige herablassende
Haltung der Gesellschaft verletzt mich persönlich sehr. Ich möchte als jener
Mensch wahrgenommen werden, der ich bin und zwar als Ganzes und nicht nur
auf meine Behinderung reduziert." (Zitat eines IfS-Klienten)
Es ist nicht entscheidend, ob jemand klein oder groß ist, gehen kann oder im
Rollstuhl sitzt. Entscheidend ist, welche Rolle ihm von der Gesellschaft
zugewiesen wird. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Behinderten und
Nichtbehinderten, wie es Unterschiede zwischen Menschen überhaupt gibt. Es
geht nicht darum, dass Behinderte nichtbehinderten Menschen begegnen,
sondern, dass Menschen Menschen begegnen. Versuchen sie ein wenig spontaner
und offener für die Begegnung mit ihren Mitmenschen zu sein. Erfüllte
Begegnung hängt nicht von funktionierenden Beinen oder Genen ab, erfüllte
Begegnung geschieht stets auf einer seelischen Ebene.
"Es gibt nur einen wirklichen Reichtum: Die menschlichen
Beziehungen."
(Antoine de Saint-Exupéry)
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Dieser Tipp kommt von:
Tanja Moser
05572 /21331
moser.tanja@ifs.at
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