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Wie viel ist genug?

Kennen Sie Ihren Kontostand? Wie viel verdienen Sie? Und Ihr Nachbar? Hatten Sie schon einmal Angst vor dem Briefkasten? Das Thema Geld ist allgegenwärtig, die Verteilung von Geld innerhalb der Gesellschaft ist emotional besetzt wie kaum ein anderes.

Ausstellung im vorarlberg museum

30 Jahre ifs Schuldenberatung ist Anlass für eine Ausstellung im Foyer des vorarlberg museum vom 14. April bis 17. Juni 2018. Das Jubiläum wird mit einer humorvollen aber durchaus ernstgemeinten Betrachtung über das eigene Verhältnis zu Geld und Schulden gefeiert. Interessante Einblicke bietet der begleitende Blog

Die Besucher und Besucherinnen der Ausstellung sehen sich mit persönlichen Fragen und Aufgaben konfrontiert, humorvolle Interventionen laden dazu ein, eigene Verhaltensmuster zu erkennen. Im Verlauf der Ausstellung wächst die Darstellung einer Standortbestimmung aller Ausstellungsbesucher/innen – natürlich anonymisiert. Unter anderem wird z.B. der jeweils anwesende, gemeinsame Kontostand erhoben und an die Wand projiziert. Auch andere, sehr persönliche Zugänge erlauben einen tiefen Einblick in den eigenen Umgang mit einem der letzten Tabus unserer Gesellschaft: Die Fragen nach dem Geld.

Wo ist das Geld?

Über 50.000 bearbeitete Fälle seit der Gründung der ifs Schuldenberatung in Vorarlberg haben im Leben der betroffenen Menschen einen entscheidenden Unterschied geleistet – damit der Gang zum Briefkasten nicht mehr zum täglichen Stressfaktor und die Lösung aus der Schuldenfalle sichtbar wird. Dass die Berater/innen nicht mit einem moralischen Zeigefinger drohen, sondern bewährte Lösungen anbieten, ohne zu urteilen, erfährt man ebenso in der Ausstellung wie den bevorzugten Aufenthaltsort des globalen Vermögens. An einem Beratungstisch lassen sich persönliche Fragen direkt vor Ort mit den Expert/innen besprechen, oder Termine mit der Schulden- oder Budgetberatung vereinbaren. Diese wertvolle Einrichtung ist nämlich durchaus auch für Menschen geeignet, die finanziell abgesichert sind, aber immer wieder erleben, dass das Geld am Ende des Monats aufgebraucht ist.

SchülerInnen als ExpertInnen

Wenn shoppen zum Freizeitvergnügen wird hat das große Auswirkungen auf den Kontostand. Welche Fragen haben junge Menschen, die kurz vor dem Eintritt in die Berufswelt stehen – was lernen sie über den Umgang mit Geld von den Eltern, der Gesellschaft, der Werbung? Welchen Einflüssen sind sie ausgesetzt, und wie finden sie ihren eigenen Weg durch all die Herausforderungen? Durch die engagierte Beteiligung der Polytechnischen Schule Dornbirn öffnet sich die Ausstellung auf ganz besondere Art für interessierte Schulklassen. Die Schüler und Schülerinnen der PTS Dornbirn bestreiten unter der Woche die Führungen durch die Ausstellung, halten regelmäßig eine Quiz-Show mit kniffligen Fragen zum Thema Geld ab und touren hin und wieder mit einer fahrbaren, mit Münzen gefüllten Badewanne durch die Stadt.

Die Ausstellung „Wie viel ist genug“ soll sensibilisieren, unterhalten, amüsieren und nachdenklich machen – vor allem aber soll sie Verständnis wecken für die Menschen, die durch Veränderungen in ihrem Leben in finanzielle Nöte kommen und einen Weg suchen müssen, um wieder mitzuspielen im Gefüge der Geldflüsse. Und weil niemand eine Insel ist, gehen uns die Schulden wie auch die angehäuften Vermögen unserer Mitmenschen alle etwas an.


Wie viel ist genug?


Ausstellung über Geld, Schulden und wie man diese in den Griff bekommt

Vernissage

Freitag, 13. April 2018, 17:00 Uhr
vorarlberg museum, Kornmarktplatz 1, Bregenz

Dauer der Ausstellung

14. April bis 17. Juni 2018

Rahmenprogramm

Donnerstag, 24. Mai 2018, 19:00 Uhr

Vortrag Oliver Tanzer: "... und vergib auch unseren Gläubigern"
Über den quasireligiösen Umgang mit Schuld, Schulden und Risiko 


Autorin

Daniela Egger

Erschienen in

Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, April 2018